Aus der Geschichte Liebstedts
Die erste zuverlässige geschichtliche Nachricht über unseren Ort haben wir in folgender Urkunde vom August des Jahres 956, welche besagt:


„Der König Otto überlässt, seiner Tochter Mathilde wegen, dem Kloster Quedlinburg sein Eigentum in der Ortschaft Liebstat und Azmenstat in Thüringen, und zwar in der Grafschaft Wilhelms gelegen, eigentümlich“.



Auf Grund dieser Urkunde begingen wir im Jahr 2006 unsere 1050- Jahr- Feier.
Das Kloster Quedlinburg behielt Liebstedt bis zum Jahre 1300. Da verkaufte es seine Besitzung in Liebstedt (26 Hufen zu je 30 Acker)dem Kloster Pforta an der Saale. Doch nach vier Jahren, 1304 ist das Kloster Herzfeld Besitzer von Liebstedt, dann waren kurze Zeit die Grafen von Orlamünde-Weimar, die Grafen von Beichlingen und der Markgraf von Meißen die Herren von Liebstedt. Am 1. Oktober 1331 ist eine Urkunde auf der Wartburg ausgestellt, die besagt: „Markgraf Friedrich von Meißen vertauscht dem Deutschen Ritterorden Dorf und Feste Liebstedt mit Kirchlehen und allem Zubehör gegen die dem Orden gehörende Feste Wallhausen. Von diesem wichtigen Zeitpunkt in der Geschichte unseres Dorfes kündet heute noch ein Stein mit dem Wappen des Ritterordens und der Jahreszahl 1331 über der Tür des Hauses der Familie Kurt Schulze (früher Kommendegasthof). Fast ein halbes Jahrtausend bis zur Auflösung des Ordens gehörte Liebstedt zum Deutschen Ritterorden. Dann kam das Dorf zum Königreich Sachsen. Nach den Freiheitskriegen kam Liebstedt zu Preußen, aber schon 1815 trat Preußen das Dorf an das Großherzogtum Sachsen-Weimar ab. Seit diesem Jahr gehört Liebstedt zum Lande Thüringen.

Quelle: Dorfchronik - Auszug: Die Geschichte Liebstedts von Hans Schmidt